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Diese Weiße Tara, auf Sanskrit Sita Tara, entstand als Hohlguss in einer Newar-Werkstatt in Nepal, zwischen 1920 und 1940, am ehesten um 1925. Sie sitzt im Lotossitz mit beiden Beinen verschränkt auf einem doppelten Lotossockel, und neben jeder Schulter wächst eine Utpala-Lotusblüte empor. Die Figur ist 21,5 cm hoch und wiegt 1,6 kg. Die Bronze trägt eine dunkelbraune Patina, in den Falten und am Sockel sitzt grüne Oxidation. Eine Vergoldung gibt es nicht.
Tara zählt zu den meistverehrten weiblichen Bodhisattvas des Himalaya-Buddhismus. Einer bekannten Legende nach entstand sie aus einer Träne des Avalokiteshvara, des Bodhisattvas des Mitgefühls. In ihrer weißen Gestalt wird sie vor allem um ein langes Leben und gute Gesundheit angerufen. Die Weiße Tara sitzt mit verschränkten Beinen in Meditationshaltung, und das Auge auf ihrer Stirn ist eines ihrer Erkennungszeichen – ein Blick, der das Leid der Welt sieht. Ihre rechte Hand zeigt Varada-Mudra, die Geste des Gebens, ihre linke Vitarka-Mudra, die Geste der Lehrdarlegung. Die Utpala, ein blauer Lotos, ist ihr festes Attribut.
Die Newar-Gießer des Kathmandutals arbeiten seit Jahrhunderten im Wachsausschmelzverfahren. Die Unterseite dieser Figur ist offen, ohne Bodenplatte, und zeigt einen rauen Gusskern, rotes Kupfer und blaugrüne Korrosion. Zusammen mit dem unregelmäßigen offenen Sockel spricht das für eine Werkstatt des frühen 20. Jahrhunderts und nicht für einen glatten Nachkriegsguss. Für das 19. Jahrhundert sind Gesicht und Krone zu weich. Es handelt sich also weder um ein Stück des 19. Jahrhunderts noch um einen neuzeitlichen Dekorationsguss.
Tara sitzt im Lotossitz auf einem doppelten Lotossockel, beide Beine verschränkt, die Füße auf den Oberschenkeln. Die rechte Hand zeigt Varada-Mudra, die linke Vitarka-Mudra. Entlang beider Schultern erhebt sich eine Utpala-Lotusblüte. Sie trägt eine fünfzackige Krone, Ohrringe und Halsschmuck, auf der Stirn sitzt ein senkrechtes drittes Auge.
Dunkelbraune Patina, grüne Oxidation in den Falten und am Sockel. Abrieb an den erhabenen Stellen. Keine Vergoldung, kein Bruch, keine Inschrift. Die Unterseite ist offen und zeigt einen rauen Gusskern, rotes Kupfer und blaugrüne Korrosion.
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